"Mit einem Hauch von Jus", "an gelierter Frucht-Essenz", "mit Variationen von", "an Schäumchen von"... Dies sucht ihr hier vergebens.

Ich bin nicht der Typ, der mit Essen auf dem Teller einen Turm bauen will, wie es heutzutage in der gehobenen Küche üblich ist. Ich arrangiere meine Teller lieber horizontal. Mit 'ordentlich was zu Spachteln'.

Ich höre ehrliche Rockmusik. Ohne Schnickschnack. Meine Küche und meine Gerichte sind bodenständig und ehrlich. Ohne Schnickschnack.

Es gibt eine Regel beim Kochen: Alles frisch. Keine Maggi- und/oder Knorr-Tüten, keine Covenience-Produkte.

Dass das Aufreißen von Tüten eine Zeitersparnis sein soll, ist eine Illusion. Etwas für Menschen, die noch an die "5-Minuten-Terrine" glauben und so etwas für eine Mahlzeit halten.

Also: Frische Zutaten. Kein Fleisch.

Warum?

Eigentlich war ich ein 'Fleischfresser'. Ich habe nur Lamm und Kalb abgelehnt, da es quasi noch 'unschuldige Kinder' sind. An manchen Tagen habe ich 'unbewusst' auf Fleisch verzichtet.

Dann stellte ich mir die Frage: Was kann ich an Fleisch eigentlich ruhigen Gewissens noch essen ohne gleich an Massentierhaltung und Fleischskandale zu denken? Die Antwort ist ehrlich gesagt: Ich weiß ich nicht.

Somit wollte ich einfach einmal sehen, wie lange ich es ohne Fleisch 'aushalte'.

Bisher vermisse ich wirklich nichts in meiner Nahrung. Nicht einmal meine geliebten 400 bis 500 Gramm Steaks.

Ganz im Gegenteil. Ich entdecke viele neue Geschmackserlebnisse, das Kochen der neuen Gerichte wird zu einem neuen, spannenden Erlebnis.

Ich bin mit Sicherheit kein Vorzeige-Vegetarier und/oder Veganer. Aber ich esse bewusst. Immer im Bewusstsein, was die Nebenwirkungen unserer industriellen Fleischproduktion sind oder sein könnten. Und im Bewusstsein, dass das Fleisch nicht in Styroporschalen an Bäumen wächst.

Ich esse so, weil ich mich gesund und bewusst ernähren will.

Aber ich bin auch so ehrlich um zu sagen: Ich bin kein Dogmatiker.

Ich trinke keine Milch. Aber ich esse ich noch Käse. Darauf kann und will ich einfach nicht verzichten.

Ich trage weiter Lederschuhe und finde auch nicht, dass das Essen von Honig 'Ausbeutung von Bienen' ist.

Auch Fisch esse ich noch, meist jedoch an der See. Ehrlich, ich kann an einem Fischbrötchen oder frischem Backfisch nicht vorbeigehen. Aber auch dies tue ich in Maßen und empfinde dies als Ausnahme.


Denkt ihr immer noch, vegetarisch wäre uncool?


Nun, kehren wir zurück zum Rock:

Eddy Vedder, Iggy Pop, Paul McCartney, Alanis Morissette,
Bryan Adams, Chrissie Hynde, Grace Slick, Prince, Kate Bush, Billy Idol, Bob Dylan, Bono, Brian May, The Boss Bruce Springsteen, David Bowie, Geezer Butler, George Harrison, Jeff Beck, Henry Rollins, Peter Gabriel, Roger Glover, Steve Morse, Steve Vai...


Wer jetzt noch denkt, er wäre bei diesen Vegetariern und Veganern in Gesellschaft uncooler Typen, dem kann ich auch nicht mehr helfen.

 

"Ich brauche was Handfestes auf dem Teller"

Lauter! Heißer! Schärfer!